weil Qualität keine Zwischenlösung braucht
Keramik in einer Sitzung
Schnelligkeit ist nicht unser Ziel.
Sie ist ein angenehmer Teil eines durchdachten Behandlungskonzepts.
Eine hochwertige keramische Versorgung – zum Beispiel ein Inlay, Onlay, eine Teilkrone oder Einzelkrone – kann häufig innerhalb eines Behandlungstages entstehen. Bei einem einzelnen Zahn ist die Behandlung oft nach etwa zweieinhalb Stunden abgeschlossen. Werden mehrere Zähne versorgt, dauert der Termin in der Regel ungefähr drei Stunden. Darin ist eine etwa einstündige Pause enthalten, in der die Keramik individuell fertiggestellt, charakterisiert und glasiert wird.
Für unsere Patienten bedeutet das: kein Provisorium, kein zweiter Behandlungstermin und meist kein weiterer Arbeitsausfall. Gleichzeitig bleibt ausreichend Zeit für jeden einzelnen Behandlungsschritt. Wir arbeiten nicht schneller, als es die Qualität erlaubt, sondern strukturieren den Termin so, dass Präparation, digitale Planung, Fertigung und Eingliederung sorgfältig ineinandergreifen.

Für uns liegt der wichtigste Vorteil jedoch woanders: Wenn wir einen oder mehrere Zähne in einer Sitzung vorbereiten, scannen, digital rekonstruieren und die Keramik unter kontrollierten Bedingungen mit dem Zahn verbinden, bleibt die Behandlung in einer durchgängigen Qualitätskette. Der frisch versorgte Zahn muss nicht über Tage oder Wochen provisorisch abgedeckt werden. Es gibt keinen provisorischen Zement, keine erneute Reinigung der Klebeflächen und kein Zwischenstadium, in dem sich ein Provisorium lösen, brechen oder den Biss verändern kann.
Deshalb fertigen wir keramische Inlays, Onlays, Teilkronen und Einzelkronen nach Möglichkeit noch am selben Behandlungstag. Nicht, um Behandlungsschritte abzukürzen, sondern um sie unmittelbar und unter bestmöglich kontrollierbaren Bedingungen miteinander zu verbinden.
Keramik aus Erfahrung – seit 2001
Dr. Roland Horn arbeitet seit 2001 mit dem CEREC-Verfahren. Auch seine Kollegen in der Praxis nutzen diese Technik seit Beginn ihrer Tätigkeit. Aus der anfänglichen Begeisterung für eine neue digitale Möglichkeit ist über mehr als zwei Jahrzehnte ein umfassendes Behandlungskonzept entstanden.
Einem Patienten innerhalb eines Behandlungstages einen geschützten, funktionell wiederhergestellten und ästhetisch überzeugenden Zahn zu ermöglichen, bereitet uns bis heute große Freude. Bei einem Einzelzahn ist die definitive Versorgung häufig nach etwa zweieinhalb Stunden abgeschlossen; bei mehreren Zähnen planen wir in der Regel ungefähr drei Stunden ein. Eine etwa einstündige Pause ist dabei bereits berücksichtigt. Entscheidend ist für uns nicht, dass die Versorgung schnell entsteht, sondern wie sie entsteht:
mit Kofferdam, substanzschonender Formgebung, Er:YAG-Laser, Immediate Dentin Sealing, präzisem digitalem Scan, individueller Konstruktion, keramischer Charakterisierung und Glasur sowie einer konsequent adhäsiven Befestigung.
Langjährige praxisbasierte Untersuchungen der Ceramic Success Analysis zeigen, dass CAD/CAM-gefertigte keramische Restaurationen klinisch sehr zuverlässig funktionieren. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig die richtige Indikation, eine sorgfältige Materialverarbeitung und ein präzises klinisches Vorgehen für den langfristigen Erfolg sind.
Stabilität entsteht im Verbund
Eine keramische Teilrestauration ist kein einfacher „Deckel“, der auf einen beschliffenen Zahn gesetzt wird. Durch das Immediate Dentin Sealing und die anschließende adhäsive Befestigung werden Zahn und Keramik zu einer funktionellen Einheit verbunden.
Die Keramik ersetzt und stabilisiert die verlorenen Zahnanteile. Gleichzeitig wird die erhaltene natürliche Zahnsubstanz in die Gesamtkonstruktion einbezogen. Dieses biomechanische Prinzip ermöglicht in vielen Fällen auch bei größeren Defekten eine substanzschonende Versorgung, ohne den Zahn zwangsläufig für eine klassische Krone beschleifen zu müssen.
Unser Ziel ist eine Versorgung, die sich unter Belastung möglichst natürlich verhält und die verbliebene Zahnsubstanz schützt. Welche Restaurationsform und welches Material dafür geeignet sind, entscheiden wir individuell.
Ist eine Versorgung an einem Tag immer die beste Lösung?
Nein. Qualität bedeutet für uns nicht, jede Behandlung unbedingt an einem Tag abzuschließen.
Manchmal möchten wir zunächst beobachten, wie ein Zahn oder das gesamte Kausystem reagiert. Bei umfangreichen Gesamtsanierungen, einer Anhebung der Bisshöhe oder einer Veränderung der Bisslage muss sich außerdem erst im Alltag zeigen, ob die geplante Form und Funktion wirklich zum Patienten passen.
Auch in diesen Fällen arbeiten wir mit unserem digitalen Qualitätsprozess. Wir nutzen präzise Scans und unsere Konstruktionssoftware inLab oder Exocad. Die geplanten Versorgungen werden anschließend in unseren Fräsmaschinen – CEREC MC XL und VHF K5 – aus hochwertigem Kunststoff, PMMA, gefertigt.
Schnelligkeit ist nicht unser Ziel. Qualität ist unser Ziel – und oft gelingt sie in nur einer Sitzung.
Wenn ein Provisorium notwendig ist, darf es trotzdem präzise sein
Unsere gefrästen Langzeitprovisorien sind keine einfachen Platzhalter. Sie werden digital konstruiert, präzise ausgearbeitet und so gestaltet, dass sie die Zähne und präparierten Flächen zuverlässig schützen.
Sie bieten:
- hohe Stabilität und sicheren Halt
- eine präzise Passung
- eine natürliche, sorgfältig geplante Form
- eine hochwertige Ästhetik
Sicherheit im beruflichen und privaten Alltag - eine belastbare Versorgung auch während einer Urlaubsreise
- einen verlässlichen Eindruck vom späteren definitiven Ergebnis
Gerade bei komplexen Sanierungen sind diese Versorgungen ein wichtiger Teil der Diagnostik. Der Patient kann die neue Zahnform, die veränderte Bisshöhe und das Zusammenspiel von Ästhetik und Funktion im Alltag erleben. Die Erfahrungen aus dieser Testphase fließen anschließend in die definitive Versorgung ein.
Das Langzeitprovisorium ist damit nicht nur eine Übergangslösung. Es ist ein präziser und veränderbarer Entwurf des späteren Ergebnisses.
Auch vorübergehend bedeutet bei uns nicht beiläufig
Selbst wenn nur ein einzelner Zahn vorübergehend versorgt werden muss, gestalten wir das Provisorium mit demselben Anspruch an Form, Funktion und Ästhetik wie eine endgültige Versorgung.
Konventionelle Provisorien, die mithilfe eines Vorabdrucks und selbsthärtenden Kunststoffs direkt im Mund hergestellt werden, verwenden wir bereits seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Die digitale Konstruktion und maschinelle Fertigung ermöglichen uns eine deutlich kontrolliertere Formgebung, Materialqualität und Passgenauigkeit.
Denn auch eine Versorgung, die nur für eine begrenzte Zeit getragen wird, muss den Zahn zuverlässig schützen und dem Patienten Sicherheit geben.
Definitiv an einem Tag oder präzise auf Probe
Ob wir die endgültige Keramik direkt herstellen oder zunächst eine hochwertige gefräste Langzeitversorgung einsetzen, richtet sich nicht nach dem schnellsten Weg.
Entscheidend ist, was der Zahn, die Behandlung und der Mensch in diesem Moment benötigen.
Wenn eine definitive Versorgung an einem Behandlungstag die beste Lösung ist, nutzen wir diese Möglichkeit mit großer Freude und jahrzehntelanger Erfahrung. Bei einem Einzelzahn ist der Termin häufig nach etwa zweieinhalb Stunden abgeschlossen; bei mehreren Zähnen planen wir in der Regel ungefähr drei Stunden ein, einschließlich einer etwa einstündigen Pause während der Fertigung. Wenn eine sichere Test- oder Heilungsphase sinnvoller ist, fertigen wir eine Zwischenversorgung, auf die man sich verlassen kann.
Schnelligkeit ist nicht unser Ziel. Qualität ist unser Ziel – und oft gelingt sie in nur einer Sitzung.