Zahnarztangst überwinden
Der Weg zurück zu Vertrauen und Selbstbestimmung
Angstpatienten bei FEST Zahnärzte in Konstanz: behutsame Diagnostik, schmerzfreie Behandlung, Lachgas, Sedierung und Vollnarkose – bis hin zur kompletten Zahnsanierung und All-on-4®.
✓ Moderne Verfahren
Für ein entspanntes Erlebnis
✓ Kontrolle
Sie entscheiden
✓ Vertrauen
Offen & ehrlich
Quicklinks
Inhaltsverzeichnis
Der Schweiß auf den Handflächen beim Gedanken an einen Zahnarzttermin, Herzrasen beim Geräusch eines Bohrers oder die jahrelange Scham über den Zustand der eigenen Zähne – Zahnarztangst bis hin zur Dentalphobie kann zu einer tief sitzenden Belastung werden. Manche Betroffene vermeiden den Zahnarztbesuch über Jahre, lachen nicht mehr unbeschwert und leben mit der Sorge, für den Zustand ihrer Zähne verurteilt zu werden.
Bei FEST Zahnärzte in Konstanz ist der Umgang mit Angstpatienten kein Marketingversprechen, sondern eine gelebte Haltung. Wir möchten Ihnen einen geschützten Rahmen geben, in dem Sie die Kontrolle behalten, für nichts verurteilt werden und Ihre Behandlung schmerzfrei und in Ihrem Tempo erfolgen kann.
eine Erfahrung aus der Kindheit
Warum Dr. Horn Ihre Angst persönlich versteht
„Ich weiß, wie sich Angst vor dem Zahnarzt anfühlt.“
„Ich hatte als Kind das Pech, dass mein Onkel Zahnarzt war. Er hatte sein Handwerk noch in der Nachkriegszeit gelernt. Ich erinnere mich bis heute an das Doriotgestänge mit seinen vibrierenden Bändern – und an die schlechten Milchzähne meiner Kindheit.
Mein Onkel arbeitete aus Überzeugung ohne Betäubung. Wenn das Gestänge anfing, sich zu drehen, wusste ich: Jetzt geht es los. Wenn es wehtat oder ich zusammenzuckte, wurde einfach weiterbehandelt. Ich hatte keine Kontrolle über das, was mit mir geschah.
Als ich später selbst Zahnmedizin studierte, wurde mir klar: Auf die Betäubung zu verzichten, war schon damals völlig unnötig. Vieles von dem, was ich als Kind erlebt hatte, entsprach auch damals nicht dem, was medizinisch möglich und sinnvoll gewesen wäre.
Obwohl ich meinen Onkel sehr mochte, ärgert mich das bis heute. Gleichzeitig hat mich diese Erfahrung geprägt: Ich weiß, wie es sich anfühlt, auf dem Behandlungsstuhl zu liegen, Angst zu haben und das Gefühl zu verlieren, selbst bestimmen zu können, was mit einem geschieht.
Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum mir der Umgang mit Menschen, die Angst vor dem Zahnarzt haben, so wichtig ist.
Bei uns soll niemand dieses Gefühl haben. Schmerzfreiheit ist selbstverständlich. Aber genauso wichtig sind Würde, Kontrolle und das Vertrauen, jederzeit selbst entscheiden zu können, was geschieht.“
— Dr. Roland Horn
Neben den Schmerzen haben sich auch andere Sinneseindrücke tief eingeprägt: der strenge Tonfall, das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren – und dieser unverwechselbare Geruch früherer Zahnarztpraxen, eine Mischung aus Desinfektionsmittel und Nelkenöl.
Als Dr. Horn seine erste eigene Praxis übernahm, war deshalb eines der ersten Dinge, die er verändern wollte, genau dieser Geruch. Nichts sollte schon beim Betreten der Praxis unangenehme Erinnerungen an frühere Zahnarztbesuche wecken.
Dentophobie verstehen
Von der Angst zurück zur Selbstbestimmung
Eine ausgeprägte Zahnbehandlungsphobie – auch Dentophobie genannt – ist keine Frage mangelnder Willenskraft. Wer auf dem Behandlungsstuhl Herzrasen bekommt, sich verkrampft oder am liebsten aufspringen und den Raum verlassen möchte, kann diese Reaktion nicht einfach durch Vernunft abschalten.
Häufig liegen negative oder als traumatisch erlebte Erfahrungen beim Zahnarzt zugrunde. Schmerz, Hilflosigkeit oder das Gefühl, einer Behandlung ausgeliefert gewesen zu sein, können sich tief einprägen. Später können bereits typische Geräusche, Gerüche oder die Situation auf dem Behandlungsstuhl genügen, um die alte Angstreaktion wieder auszulösen.
Wenn der Körper schneller reagiert als der Verstand
Viele unserer Angstpatienten wissen rational ganz genau, dass die moderne Zahnmedizin heute anders aussieht. Trotzdem reagiert ihr Körper in bestimmten Situationen mit Alarm: Die Muskulatur spannt sich an, der Fluchtimpuls setzt ein, manchmal schließt sich unwillkürlich der Mund.
In diesem Moment hilft es nicht, gegen den Patienten „anzuarbeiten“. Druck, Ungeduld oder das Gefühl, die Behandlung müsse jetzt trotzdem weitergehen, können genau jene Erfahrung wiederholen, aus der die Angst ursprünglich entstanden ist: Ich habe keine Kontrolle über das, was mit mir geschieht.
Deshalb wählen wir einen anderen Weg.
Wenn der Körper schneller reagiert als der Verstand
Viele unserer Angstpatienten wissen rational ganz genau, dass die moderne Zahnmedizin heute anders aussieht. Trotzdem reagiert ihr Körper in bestimmten Situationen mit Alarm: Die Muskulatur spannt sich an, der Fluchtimpuls setzt ein, manchmal schließt sich unwillkürlich der Mund.
In diesem Moment hilft es nicht, gegen den Patienten „anzuarbeiten“. Druck, Ungeduld oder das Gefühl, die Behandlung müsse jetzt trotzdem weitergehen, können genau jene Erfahrung wiederholen, aus der die Angst ursprünglich entstanden ist: Ich habe keine Kontrolle über das, was mit mir geschieht.
Deshalb wählen wir einen anderen Weg.
Nicht jede Angst auf dem Zahnarztstuhl ist eine Dentophobie
Manchmal begegnen uns Menschen, deren Angst nicht allein an frühere Erfahrungen beim Zahnarzt gebunden ist. Angststörungen können ganz unterschiedliche Ursachen und Erscheinungsformen haben und auch unabhängig von einer Zahnbehandlung bestehen.
Das zu unterscheiden, ist uns wichtig. Denn nicht jede Form von Angst lässt sich allein durch eine besonders behutsame zahnärztliche Behandlung überwinden.
Wenn wir den Eindruck gewinnen, dass hinter der Angst mehr steckt als eine spezifische Zahnarztangst, sprechen wir das vorsichtig und respektvoll an. Nicht, um einen Menschen mit seiner Angst weiterzuschicken, sondern weil zusätzliche psychotherapeutische oder ärztliche Unterstützung manchmal der bessere – und liebevollere – Weg sein kann.
Auch dann bleiben wir als Zahnärzte an Ihrer Seite. Wir sorgen dafür, dass notwendige zahnmedizinische Behandlungen so sicher, kontrollierbar und schmerzfrei wie möglich erfolgen, während andere Aspekte der Angst dort behandelt werden können, wo die entsprechende fachliche Kompetenz liegt.
Angst kennt weder Beruf noch gesellschaftlichen Status
Zahnarztangst ist nichts, wofür man sich schämen muss. Wir erleben sie bei Menschen aus allen Berufen und Lebenssituationen. Wer sich auf dem Zahnarztstuhl ausgeliefert fühlt, dem hilft es wenig, im übrigen Leben souverän Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu tragen.
Deshalb bewerten wir Angst nicht. Und wir bewerten auch nicht den Zustand Ihrer Zähne.
Unser Ziel: nicht nur Zähne behandeln, sondern Selbstbestimmung zurückgewinnen
Der entscheidende Moment ist für uns, wenn ein Patient erlebt:
„Ich habe die Kontrolle behalten. Ich konnte jederzeit entscheiden.
Und ich habe es geschafft.“
Deshalb messen wir den Erfolg einer Behandlung nicht allein an gesunden, schönen und festen Zähnen. Genauso wichtig ist uns, was die Behandlung mit dem Menschen macht.
Wir erleben immer wieder Patienten, die beim ersten Termin voller Angst und manchmal auch voller Scham zu uns kommen – und unsere Praxis nach Abschluss ihrer Behandlung aufrechter verlassen.
Nicht, weil wir ihnen ihre Angst einfach „weggenommen“ hätten. Sondern weil sie selbst erfahren haben, dass ein Zahnarztbesuch auch anders sein kann.
Aus Kontrollverlust kann wieder Selbstbestimmung werden.
Das Fest-Prinzip
Vier Säulen für Ihre Zahngesundheit und Ihr Wohlbefinden
Sicherheit
Sie sind bei uns in besten Händen – medizinisch, menschlich, persönlich
Kontrolle
Sie entscheiden das Tempo, die Behandlung, die Pausen
Vertrauen
Ehrliche Aufklärung, offene Gespräche und ein starkes Team an Ihrer Seite
Schmerzfreiheit
Moderne Verfahren und einfühlsame Behandlung – für ein entspanntes Erlebnis.
Das FEST-Prinzip
Sicherheit, Kontrolle und ein Ziel vor Augen
Wenn Sie zu FEST Zahnärzte kommen, müssen Sie zunächst einmal gar nichts leisten. Sie müssen nicht besonders mutig sein, Ihre Angst nicht erklären oder rechtfertigen – und Sie müssen sich auch nicht für den Zustand Ihrer Zähne entschuldigen.
Sie werden bei uns nicht bewertet
Vielleicht waren Sie seit vielen Jahren nicht mehr beim Zahnarzt. Vielleicht schämen Sie sich für Ihre Zähne, vermeiden schon lange ein unbeschwertes Lachen oder machen sich Gedanken über Mundgeruch.
Für uns ist das kein Grund für Vorwürfe oder Belehrungen.
Wir möchten zunächst verstehen, was Sie erlebt haben, wovor Sie Angst haben – und was Sie brauchen, um sich bei uns sicher zu fühlen.
Deshalb beginnt der erste Termin mit einem Gespräch auf Augenhöhe und möglichst nicht auf dem Behandlungsstuhl.
Noch bevor wir über Zähne sprechen:
Wo möchten Sie eigentlich hin?
Uns interessiert nicht nur, wie Ihre Zähne heute aussehen. Uns interessiert vor allem, was sich in Ihrem Leben verändern soll.
Was möchten Sie wieder können, wenn die Behandlung abgeschlossen ist?
Vielleicht möchten Sie wieder kräftig zubeißen und ein Essen genießen, ohne darüber nachzudenken, ob Ihre Zähne das aushalten. Vielleicht möchten Sie auf einem Foto wieder selbstverständlich lachen.
Vielleicht möchten Sie einen Menschen kennenlernen und ihn küssen können, ohne sich Gedanken über Ihre Zähne oder Ihren Atem zu machen. Vielleicht stehen Sie beruflich vor anderen Menschen – als Unternehmerin, Lehrer oder Professor vor einem Hörsaal – und möchten sprechen und lachen können, ohne ständig an Ihre Zähne zu denken.
Oder Sie möchten morgens einfach wieder gerne in den Spiegel schauen und sich schön fühlen.
Genau das möchten wir beim ersten Gespräch verstehen.
Denn unser gemeinsames Ziel ist nicht einfach ein „saniertes Gebiss“. Wir möchten wissen, welches Stück Lebensqualität Sie zurückgewinnen möchten.
Erst wenn wir dieses Ziel kennen, können wir gemeinsam einen Weg dorthin planen.
Die Angst vor der Prothese:
„Bleiben meine Zähne eigentlich fest?“
Neben der Angst vor der Behandlung begegnet uns noch eine andere Sorge sehr häufig: die Angst, die eigenen Zähne zu verlieren.
Viele Menschen haben dabei noch Bilder aus der Generation ihrer Eltern oder Großeltern vor Augen – herausnehmbaren Zahnersatz im Wasserglas, eine Prothese, die beim Essen nicht richtig hält, oder die Sorge, dass andere überhaupt bemerken könnten, dass die Zähne nicht fest sind.
Die moderne Zahnmedizin bietet heute ganz andere Möglichkeiten. Je nach individueller Ausgangssituation können einzelne fehlende Zähne ebenso wie größere Zahnbereiche mit Implantaten festsitzend versorgt werden. Selbst wenn in einem Kiefer keine Zähne mehr erhalten werden können, kann eine festsitzende implantatgetragene Versorgung – beispielsweise nach dem All-on-4-Konzept – eine Möglichkeit sein.
Unser Ziel ist dabei nicht einfach, fehlende Zähne technisch zu ersetzen. Es geht um etwas viel Grundsätzlicheres:
Vertrauen in die eigenen Zähne.
Sie möchten lachen, sprechen, essen, jemanden küssen oder vor anderen Menschen auftreten können, ohne darüber nachzudenken, ob Ihre Zähne halten.
Oder, wie Dr. Horn es seinen Patienten gerne etwas weniger wissenschaftlich erklärt:
„Ihre Zähne sollen Ihnen Sicherheit geben – und nicht im ungünstigsten Moment aus dem Gesicht fallen.“
Erst verstehen, dann untersuchen
Gerade beim ersten Termin möchten wir so wenig wie möglich tun, was alte Ängste auslösen könnte.
Vieles können wir bereits erfassen, ohne empfindliche Zähne mit Instrumenten zu berühren. Dazu nutzen wir je nach individueller Situation ein ausführliches Gespräch, Fotografien, einen digitalen Scan der Zahnreihen sowie notwendige Röntgenaufnahmen und – wenn medizinisch sinnvoll – eine dreidimensionale Röntgendiagnostik (DVT).
Natürlich gehört zu einer vollständigen zahnmedizinischen Diagnostik auch die klinische Untersuchung. Aber sie muss nicht gegen Ihre Angst durchgesetzt werden. Wir erklären vorher, was wir tun möchten – und Sie entscheiden mit.
Wenn Sie Stopp sagen, ist Stopp
Dieser Satz ist für uns keine Floskel.
Bevor wir behandeln, vereinbaren wir mit Ihnen ein eindeutiges Zeichen. Wenn Sie die Hand heben oder sich bemerkbar machen, unterbrechen wir.
Sie müssen sich bei uns nichts gefallen lassen.
Gerade Menschen, die früher Kontrollverlust beim Zahnarzt erlebt haben, sollen eine neue Erfahrung machen:
Ich kann jederzeit Einfluss darauf nehmen, was mit mir geschieht.
Mit zunehmender Erfahrung lernt man außerdem, kleine Veränderungen wahrzunehmen – eine plötzlich angespannte Hand, eine veränderte Atmung, eine Bewegung. Idealerweise müssen Sie gar nicht erst an Ihre Grenze kommen, damit wir merken, dass Sie eine Pause brauchen.
Was zahnärztliche Hypnose mit unserer Art zu behandeln zu tun hat
Dr. Horn hat sich in zahnärztlicher Hypnose und Kinderhypnose fortgebildet. Dabei geht es bei uns nicht darum, jeden Angstpatienten „zu hypnotisieren“.
Viel wichtiger ist das Wissen darum, wie Sprache, Aufmerksamkeit, innere Bilder und das Gefühl von Sicherheit eine Behandlung beeinflussen können.
Starke Angst kann einen erwachsenen Menschen innerhalb von Sekunden sehr hilflos werden lassen. Alte Erfahrungen können plötzlich wieder erstaunlich präsent sein. Dann kommt es darauf an, nicht nur die Zähne zu sehen, sondern den Menschen wahrzunehmen, der gerade auf diesem Stuhl liegt.
Die Kenntnisse aus der zahnärztlichen Hypnose helfen uns dabei, Sprache bewusst einzusetzen, Anspannung früh wahrzunehmen und immer wieder zu vermitteln:
Sie sind hier. Sie sind sicher. Und Sie behalten die Kontrolle.

Die Behandlung endet nicht mit dem letzten neuen Zahn
Eine umfangreiche Zahnsanierung kann einen Wendepunkt bedeuten. Doch unser Ziel ist nicht, dass Sie eine große Behandlung irgendwie überstehen und danach aus Angst wieder jahrelang keinen Zahnarzt aufsuchen.
Wir möchten, dass das Ergebnis bleibt – und dass der Zahnarztbesuch seinen Schrecken verliert.
Nach Abschluss der Behandlung begleiten wir Sie deshalb behutsam in unser Prophylaxe- und Nachsorgekonzept. Die Termine werden vertrauter, die Situationen vorhersehbarer und aus einer früheren Ausnahmesituation kann Schritt für Schritt etwas ganz Normales werden.
Vielleicht essen Sie dann wieder genau das, worauf Sie jahrelang verzichtet haben. Vielleicht lachen Sie auf Fotos wieder mit offenem Mund. Vielleicht stehen Sie vor einem Hörsaal und denken während des gesamten Vortrags kein einziges Mal an Ihre Zähne.
Dann haben wir nicht einfach Zähne saniert.
Wir haben gemeinsam das Ziel erreicht, über das wir bei Ihrem ersten Besuch gesprochen haben.
Schmerzfrei behandeln
Von der Lokalanästhesie bis zur Vollnarkose
Angst vor dem Zahnarzt und Angst vor Schmerzen sind nicht dasselbe. Für uns gehört beides getrennt betrachtet – und beides ernst genommen.
Eine moderne zahnmedizinische Behandlung soll nicht weh tun.
Welche Form der Anästhesie oder Sedierung sinnvoll ist, hängt von Ihnen, Ihrer Angst, der geplanten Behandlung und Ihrer gesundheitlichen Situation ab. Deshalb gibt es bei uns kein Schema, in das Sie hineinpassen müssen. Wir besprechen gemeinsam, womit Sie sich sicher fühlen und was medizinisch sinnvoll ist.
Lokalanästhesie – Schmerzfreiheit ist die Grundlage
Bei Behandlungen, die Schmerzen verursachen könnten, sorgen wir mit einer örtlichen Betäubung dafür, dass das Behandlungsgebiet zuverlässig schmerzfrei ist.
Dabei nehmen wir uns Zeit. Die Anästhesie wird möglichst behutsam gegeben und bekommt anschließend die notwendige Zeit, vollständig zu wirken.
Und wir beginnen erst, wenn die Betäubung ausreichend wirkt.
Auch bei einer Sedierung ist die örtliche Betäubung in der Regel weiterhin notwendig: Sedierung nimmt Angst und verändert die Wahrnehmung – Lokalanästhesie nimmt den Schmerz.
Lachgas – wenn etwas Abstand zur Behandlung hilft
Bei leichter bis mittlerer Zahnarztangst kann eine Lachgassedierung eine gute Unterstützung sein.
Sie bleiben ansprechbar und atmen selbstständig, fühlen sich jedoch häufig entspannter und weniger auf die Behandlung fokussiert. Auch ein ausgeprägter Würgereiz kann unter Lachgas bei manchen Patienten deutlich geringer werden.
Ein Vorteil: Die Wirkung lässt nach Beendigung der Lachgasgabe vergleichsweise rasch wieder nach.
Dämmerschlaf – die Behandlung rückt weit in den Hintergrund
Bei stärkerer Angst oder umfangreicheren Eingriffen kann eine intravenöse Sedierung – umgangssprachlich oft „Dämmerschlaf“ genannt – sinnvoll sein.
Sie befinden sich in einem tief entspannten Zustand, die Wahrnehmung der Behandlung ist deutlich reduziert und viele Patienten erinnern sich anschließend kaum oder gar nicht an Teile des Eingriffs.
Welche Sedierungsform medizinisch geeignet ist und wie sie überwacht wird, besprechen wir individuell mit Ihnen.
Vollnarkose – wenn Sie von der Behandlung nichts erleben möchten
Bei ausgeprägter Zahnarztangst, sehr umfangreichen Eingriffen oder besonderen individuellen Voraussetzungen kann eine Behandlung in Vollnarkose die richtige Entscheidung sein.
Dabei schlafen Sie während des Eingriffs und erleben die eigentliche Behandlung nicht bewusst mit. Die Narkose wird von einem eigenständigen Anästhesieteam durchgeführt und überwacht.
Gerade umfangreiche implantologische Versorgungen – beispielsweise eine Versorgung nach dem All-on-4®-Konzept – können bei geeigneten Voraussetzungen auf diese Weise durchgeführt werden.
Welche Methode ist für mich die richtige?
Darauf müssen Sie vor Ihrem ersten Besuch keine Antwort haben.
Manche Patienten kommen mit dem festen Wunsch nach einer Vollnarkose zu uns. Andere möchten gerade keine Narkose und wünschen sich, die Behandlung bewusst und kontrolliert zu erleben. Wieder andere wissen zunächst überhaupt nicht, was sie brauchen.
Das finden wir gemeinsam heraus.
Entscheidend ist nicht, möglichst viel Sedierung einzusetzen. Entscheidend ist, genau so viel Unterstützung anzubieten, wie Sie benötigen, um Ihre Behandlung sicher, schmerzfrei und mit einem guten Gefühl bewältigen zu können.
Denn unser langfristiges Ziel bleibt dasselbe:
Sie sollen nicht nur neue Zähne bekommen. Sie sollen auch wieder Vertrauen darin gewinnen, dass eine Zahnbehandlung für Sie möglich ist.
FAQ
Ihre Fragen zur Zahnarztangst – unsere Antworten für Angstpatienten
Ich habe große Angst vor dem Zahnarzt. Was passiert bei meinem ersten Termin?
Zunächst einmal: Wir beginnen nicht auf dem Zahnarztstuhl.
Wir lernen uns in unserem Besprechungszimmer kennen – in ruhiger Atmosphäre, auf Augenhöhe und ohne Behandlungsdruck. Uns interessiert zunächst, was Sie zu uns führt, wovor Sie möglicherweise Angst haben und vor allem: Wo möchten Sie hin?
Was möchten Sie nach einer erfolgreichen Behandlung wieder können? Unbeschwert essen? Lachen? Küssen? Sicher vor anderen Menschen sprechen? Oder einfach nicht mehr ständig an Ihre Zähne denken?
Erst danach schauen wir uns die zahnmedizinische Situation an. Je nach Fragestellung gehören dazu Röntgenaufnahmen, Fotografien und gegebenenfalls ein digitaler Scan. Vieles lässt sich dabei zunächst berührungsfrei erfassen. Eine notwendige klinische Untersuchung führen wir äußerst behutsam und in Absprache mit Ihnen durch.
Anschließend gehen wir zurück ins Besprechungszimmer. Dort erklären wir Ihnen in Ruhe, was wir gesehen haben, welche Möglichkeiten es gibt und welche nächsten Schritte sinnvoll sein könnten.
Am ersten Termin geht es nicht darum, möglichst viel zu behandeln. Es geht darum, einander kennenzulernen und einen gemeinsamen Weg zu finden.
Ich war seit 10 oder 20 Jahren nicht mehr beim Zahnarzt. Werden Sie mich dafür verurteilen?
Nein.
Wir holen Sie dort ab, wo Sie heute stehen. Es spielt für uns keine Rolle, ob Ihr letzter Zahnarztbesuch sechs Monate oder zwanzig Jahre zurückliegt. Vorwürfe und Belehrungen helfen niemandem.
Unser erstes Ziel ist, Ihnen eine neue, positive Erfahrung beim Zahnarzt zu ermöglichen.
Und unser langfristiges Ziel geht noch weiter: Wenn Ihre Zähne wieder gesund sind, möchten wir, dass regelmäßige Prophylaxe und Untersuchungen im Abstand von beispielsweise drei bis sechs Monaten für Sie irgendwann etwas ganz Normales werden können – ohne Angst und ohne Stress.
Sie müssen die Vergangenheit nicht rechtfertigen. Wir kümmern uns gemeinsam um die Zukunft.
Meine Zähne sind in sehr schlechtem Zustand. Müssen Sie sie beim ersten Termin überhaupt anfassen?
Sehr viel können wir zunächst erfassen, ohne empfindliche Zähne mit Instrumenten zu berühren.
Wir schauen uns Ihre Zähne an, erstellen Fotografien und notwendige Röntgenaufnahmen und können die Zahnreihen bei Bedarf digital scannen. Eine klinische Untersuchung gehört zu einer sorgfältigen Diagnostik dazu – aber wir führen sie behutsam durch und erklären vorher, was wir tun möchten.
Es gibt keinen Grund, beim ersten Termin etwas gegen Ihren Willen durchzusetzen.
Im normalen Leben habe ich alles im Griff. Warum bekomme ich ausgerechnet beim Zahnarzt Panik?
Weil Zahnarztangst nichts mit persönlicher Stärke oder Schwäche zu tun hat.
Negative Erfahrungen mit Schmerz, Hilflosigkeit oder Kontrollverlust können sich tief einprägen. Jahre später weiß der Verstand vielleicht längst: „Heute wird Zahnmedizin ganz anders gemacht.“ Trotzdem kann der Körper in der entsprechenden Situation wieder mit Herzrasen, Muskelanspannung oder einem starken Fluchtimpuls reagieren.
Wir erleben Zahnarztangst bei Menschen aus allen Berufen und Lebenssituationen – auch bei Menschen, die täglich Verantwortung tragen und schwierige Entscheidungen treffen.
Was passiert, wenn ich während der Behandlung plötzlich Panik bekomme?
Dann hören wir auf.
Vor einer Behandlung vereinbaren wir mit Ihnen ein eindeutiges Stoppzeichen. Sie können beispielsweise die Hand heben oder sich bemerkbar machen.
Wenn Sie Stopp sagen, ist Stopp.
Außerdem achten wir auf Veränderungen Ihrer Atmung, Körperspannung und Bewegung. Im Idealfall bemerken wir Ihre zunehmende Anspannung, bevor Sie selbst das Gefühl bekommen, an Ihre Grenze zu gelangen.
Sie behalten während der Behandlung die Möglichkeit, Einfluss auf das Geschehen zu nehmen.
Tut eine Zahnbehandlung heute noch weh?
Eine moderne zahnmedizinische Behandlung sollte nicht schmerzhaft sein.
Bei Eingriffen, die Schmerzen verursachen könnten, sorgt eine örtliche Betäubung für Schmerzfreiheit im Behandlungsgebiet. Wir geben ihr ausreichend Zeit zu wirken und überprüfen ihre Wirkung, bevor wir beginnen.
Auch wenn zusätzlich Lachgas, Dämmerschlaf oder eine Vollnarkose eingesetzt werden, spielt die lokale Schmerzausschaltung je nach Eingriff weiterhin eine wichtige Rolle.
Schmerzfreiheit ist für uns keine besondere Zusatzleistung, sondern eine Voraussetzung für eine gute Behandlung.
Was ist bei Zahnarztangst besser: Lachgas, Dämmerschlaf oder Vollnarkose?
Das hängt von Ihrer Angst, der geplanten Behandlung, Ihren persönlichen Wünschen und Ihrer gesundheitlichen Situation ab.
Lachgas kann bei leichter bis mittlerer Angst entspannen, während Sie wach und ansprechbar bleiben. Eine intravenöse Sedierung – häufig als Dämmerschlaf bezeichnet – reduziert die Wahrnehmung einer Behandlung wesentlich stärker. Bei einer Vollnarkose erleben Sie den Eingriff nicht bewusst mit.
Es gibt nicht für jeden Angstpatienten dieselbe richtige Methode.
Wir finden gemeinsam heraus, wie viel Unterstützung Sie brauchen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Kann ich meine komplette Zahnsanierung in Vollnarkose durchführen lassen?
Umfangreiche oder für Sie besonders belastende Behandlungsschritte können – wenn dies medizinisch sinnvoll und möglich ist – in Vollnarkose durchgeführt werden.
Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass jeder einzelne Termin unter Vollnarkose stattfinden muss.
Unser Konzept kann beispielsweise darin bestehen, die intensiven chirurgischen oder umfangreichen Behandlungsschritte in Vollnarkose durchzuführen und spätere, weniger belastende Behandlungen mit örtlicher Betäubung und gegebenenfalls Lachgas zu begleiten.
So können wir die notwendige Behandlung ermöglichen und gleichzeitig Schritt für Schritt positive Erfahrungen im wachen Zustand aufbauen.
Kann eine All-on-4®-Behandlung bei Angstpatienten in Vollnarkose durchgeführt werden?
Ja. Bei entsprechender medizinischer Eignung kann der operative Teil einer All-on-4®-Versorgung in Vollnarkose durchgeführt werden.
Gerade bei ausgeprägter Zahnarztangst kann das eine große Entlastung sein. Nach unserer Erfahrung in der Praxis entscheiden sich etwa 90 % unserer All-on-4-Patienten für eine Behandlung in Vollnarkose.
Die Narkose selbst wird dabei von einem eigenständigen Anästhesieteam durchgeführt und überwacht.
Welche Form der Anästhesie für Sie sinnvoll und medizinisch geeignet ist, entscheiden wir individuell gemeinsam mit Ihnen und dem Anästhesieteam.
Ich glaube, meine Zähne sind nicht mehr zu retten. Brauche ich jetzt All-on-4® oder eine Prothese?
Oft ist die Situation besser, als sie sich für Sie im Moment anfühlt.
Manche Menschen kommen zu uns in der festen Überzeugung, alle Zähne müssten entfernt werden. Nach sorgfältiger Diagnostik können wir ihnen dann zu ihrer Überraschung sagen: Viele oder manchmal sogar die meisten Zähne sind erhaltungswürdig und können eine gute Grundlage für einen langfristigen, festsitzenden und ästhetischen Zahnersatz bilden – bei Bedarf ergänzt durch einzelne Implantate.
In anderen Situationen sind Zähne tatsächlich nicht mehr sinnvoll zu erhalten. Dann kann beispielsweise eine festsitzende Versorgung auf Implantaten nach dem All-on-4®-Konzept eine Möglichkeit sein.
Unser primäres Ziel ist immer der Zahnerhalt.
All-on-4® ist für uns keine Lösung, die wir jedem Patienten anbieten möchten, sondern eine hervorragende Möglichkeit für diejenigen, bei denen sie tatsächlich sinnvoll ist.
Und unabhängig vom Weg bleibt das Ziel dasselbe: Sie sollen wieder sicher essen, sprechen und lachen können – mit Zähnen, denen Sie vertrauen.
Hilft Hypnose bei Zahnarztangst?
Elemente aus der zahnärztlichen Hypnose fließen in unsere Art der Behandlung ein. Wir bieten jedoch keine reine Hypnosebehandlung an.
Dr. Horn hat sich in zahnärztlicher Hypnose und Kinderhypnose fortgebildet. Kenntnisse über Sprache, Aufmerksamkeit, innere Bilder und den Umgang mit Anspannung können gerade bei Angstpatienten sehr hilfreich sein.
Wir kombinieren diese Elemente bei Bedarf mit bewährten Möglichkeiten wie Lokalanästhesie, Lachgas, Sedierung oder Vollnarkose.
Hypnose ersetzt bei uns also nicht die Anästhesie. Sie beeinflusst vielmehr, wie wir mit Ihnen sprechen und Sie durch die Behandlung begleiten.
Kann man Zahnarztangst wirklich wieder verlieren?
Zahnarztangst kann sich verändern. Besonders wichtig sind dabei neue Erfahrungen, die den früheren Erfahrungen von Schmerz, Hilflosigkeit oder Kontrollverlust etwas entgegensetzen.
Das kann ganz klein beginnen: Sie kommen zu einem Termin und niemand beurteilt Sie. Sie sagen Stopp – und wir stoppen. Eine Behandlung tut nicht weh. Beim nächsten Termin wissen Sie bereits, was Sie erwartet.
So können Sicherheit und Vertrauen Schritt für Schritt wachsen.
Bei manchen Menschen reicht eine behutsame zahnärztliche Begleitung allein nicht aus. Wenn wir den Eindruck haben, dass eine weitergehende Angststörung oder andere psychische Belastungen eine Rolle spielen könnten, sprechen wir das respektvoll an und empfehlen gegebenenfalls zusätzliche fachliche Unterstützung.
Unser schönster Erfolg ist deshalb nicht der Patient, der eine umfangreiche Behandlung in Vollnarkose verschlafen hat.
Es ist der Patient, der einige Zeit später zur Prophylaxe kommt, sich selbstverständlich auf den Behandlungsstuhl setzt und merkt: „Ich habe keine Angst mehr. Ich kann das.“
Dann haben wir nicht nur Zähne behandelt.
Wir haben gemeinsam ein Stück Autonomie zurückgewonnen.
Fachliche Prüfung und Autor
Dieser Leitfaden wurde verfasst und medizinisch geprüft von Dr. Roland Horn, Ihrem Experten für Implantologie, Narkosebehandlungen und zahnärztliche Hypnose bei FEST Zahnärzte in Konstanz.