Scannen statt Abdruck
Präzise, schnell und ohne Abdruckmasse

Damit Ihr Puls gar nicht erst steigt
Bevor Sie weiterlesen, die wichtigste Information gleich zu Beginn: Wir arbeiten ausschließlich mit digitalen Scans. Klassische Abdrücke mit Metalllöffel und Abdruckmasse gehören bei uns der Vergangenheit an.
Lassen Sie uns ein bisschen in die Vergangenheit reisen:
Wenn nicht die Behandlung,
sondern der Abdruck zum Problem wird
Stellen Sie sich vor, Sie benötigen eine größere zahnärztliche Behandlung. Eigentlich sehen Sie dem Termin gelassen entgegen. Eine örtliche Betäubung macht Ihnen nichts aus, und auch die üblichen Geräusche bei einer Behandlung stören Sie nicht besonders.
Bis der Moment kommt, der schon früher zum Desaster wurde: der Abdruck.
Bereits bei der Anprobe stößt der Metalllöffel möglicherweise an die Zähne oder drückt unangenehm in die Wange. Die Zunge fühlt sich eingeengt an, der Puls steigt – und der Würgereiz meldet sich vorsorglich schon einmal an.
Dann wird derselbe Löffel mit einer ungewohnt riechenden Abdruckmasse gefüllt und erneut in den Mund eingesetzt. Nun heißt es stillhalten und warten. Die wenigen Minuten können sich erstaunlich lang anfühlen. Und während die Masse fest wird, bleibt manchmal noch die leise Frage: Wie bekommt der Zahnarzt das anschließend wieder heraus, ohne dass die Zähne gleich mitkommen?
Geschafft. Der Abdruck ist draußen.
Doch nun prüft der Zahnarzt, ob wirklich alle wichtigen Bereiche exakt erfasst wurden. Wenn irgendwo eine kleine Stelle fehlt oder nicht eindeutig dargestellt ist, muss der Abdruck möglicherweise wiederholt werden.
Alles noch einmal.
Und anschließend wird häufig auch noch der Gegenkiefer abgeformt.
Und jetzt stellen Sie sich etwas anderes vor
Was wäre, wenn wir Ihre Zähne stattdessen mit einer kleinen Kamera erfassen könnten?
Ohne Metalllöffel. Ohne Abdruckmasse. Ohne minutenlanges Warten.
Der Scanner wird kontrolliert über die Zahnreihen geführt. Innerhalb kurzer Zeit entsteht am Bildschirm ein hochpräzises dreidimensionales Modell Ihrer Zähne und Ihres Bisses. Sie können dabei zusehen, wie Ihr Gebiss Schritt für Schritt digital sichtbar wird.
Fehlt an einer Stelle noch eine Information, müssen wir nicht von vorne beginnen. Wir scannen einfach genau diesen kleinen Bereich nach.
Und der digitale Scan kann noch mehr: Wir sehen das Ergebnis unmittelbar auf dem Bildschirm. Wenn wir erkennen, dass sich die Formgebung eines Zahnes für eine noch präzisere Versorgung optimieren lässt, können wir dies direkt korrigieren und die betreffende Stelle sofort erneut erfassen.
Bei einem klassischen Abdruck zeigt sich ein Problem unter Umständen erst später, wenn das Modell im zahntechnischen Labor hergestellt und geprüft wird. Dann kann ein zusätzlicher Termin notwendig werden: Provisorium entfernen, erneut betäuben, noch einmal abformen und den Zahn wieder provisorisch versorgen.
Beim digitalen Scan findet die Qualitätskontrolle dagegen unmittelbar statt – solange Sie noch bei uns sind. Das schafft zusätzliche Sicherheit und stärkt Ihr Vertrauen in eine präzise und sorgfältig geplante Behandlung.
Zehn belastende Minuten
oder ein komfortabler digitaler Scan?
Zugegeben: Auch ein Scanner befindet sich während der Aufnahme im Mund. Aber er benötigt keinen großen, mit Abdruckmasse gefüllten Löffel und drängt die Zunge nicht auf dieselbe Weise nach hinten. Gerade Patienten mit ausgeprägtem Würgereiz empfinden den digitalen Scan deshalb häufig als wesentlich angenehmer.
Gleichzeitig erhalten wir einen hochpräzisen digitalen Datensatz, den wir sofort kontrollieren, ergänzen und für die weitere Planung verwenden können. Sie können den Scan dabei direkt mitverfolgen und nachvollziehen, wie die Grundlage für Ihre Versorgung entsteht – transparent, verständlich und Schritt für Schritt.
Das ist besonders praktisch, da hierdurch eine keramische Versorgung direkt in unserer Praxis hergestellt werden kann. Für eine Keramikversorgung in einer Sitzung (LINK) benötigen wir den digitalen Scan als präzise Grundlage für die Planung und Fertigung. Die Daten werden direkt an unsere CAD/CAM-Technik übergeben. So kann die Keramik passgenau konstruiert, hergestellt und anschließend eingesetzt werden – ohne klassischen Abdruck und ohne mehrere Termine mit provisorischer Versorgung.
Für uns war die Entscheidung deshalb einfach – und für Sie bedeutet sie: mehr Komfort, mehr Transparenz und zusätzliches Vertrauen in jeden Behandlungsschritt:
Yes, we scan.
Digitaler Zahnabdruck
Fragen & Antworten
Wie funktioniert ein digitaler Zahnscan?
Der Scan folgt einem bewährten, systematischen Ablauf. Wir führen die kleine Scankamera zunächst an den Innenflächen der Zähne entlang, anschließend über die Kauflächen und zuletzt über die Außenflächen. Auf diese Weise entsteht Schritt für Schritt ein vollständiges digitales Abbild des Kiefers.
Damit die Kamera freie Sicht auf die Zähne hat, halten wir Lippen und Wangen mit einem weichen Silikonhalter sanft beiseite. Gelegentlich hilft ein Mundspiegel dabei, auch die Zunge für einen kurzen Moment von den Zahnflächen fernzuhalten – denn Zungen können beim Scannen ein erstaunliches Eigenleben entwickeln.
Während des Scans wandert unser Blick immer wieder zwischen Ihrem Mund und dem Bildschirm hin und her. Dort sehen wir unmittelbar, welche Bereiche bereits vollständig erfasst sind und wo möglicherweise noch eine kleine Information fehlt. Eine unvollständige Stelle kann gezielt nachgescannt werden, ohne die gesamte Aufnahme wiederholen zu müssen.
Technisch erfasst der Scanner die Oberflächen Ihrer Zähne optisch aus sehr vielen einzelnen Messpunkten. Eine leistungsfähige Software setzt diese Informationen unmittelbar zu einem präzisen, farbigen 3D-Modell zusammen. Dabei entsteht keine Röntgenstrahlung.
Nach dem Scan erfassen wir zusätzlich Ihren Zusammenbiss. Dafür beißen Sie die Zähne kurz in ihrer gewohnten Position zusammen, während wir seitlich einige Aufnahmen anfertigen. Die Software bringt anschließend Ober- und Unterkiefer digital in die richtige Beziehung zueinander.
So erhalten wir innerhalb kurzer Zeit ein vollständiges dreidimensionales Modell Ihrer Zähne und Ihres Bisses – und können die Qualität der Aufnahme sofort gemeinsam am Bildschirm kontrollieren.
Ist der Scan wirklich vollständig abdruckfrei?
Ja. In unserer Praxis erfassen wir Zähne und Kiefer digital. Ein mit Abdruckmasse gefüllter Metall- oder Kunststofflöffel ist dafür nicht erforderlich.
Auch der Zusammenbiss wird digital aufgezeichnet. Dazu schließen Sie Ihre Zähne in der gewohnten Position, während wir mit dem Scanner kurze Aufnahmen von der Seite erstellen. Die Software ordnet Ober- und Unterkiefer anschließend automatisch einander zu.
Je nach geplanter Behandlung ergänzen wir den Scan durch Fotos, Röntgenaufnahmen oder eine dreidimensionale Röntgendiagnostik. Dabei handelt es sich jedoch um zusätzliche digitale Informationen und nicht um klassische Abdrücke mit Abdruckmasse.
Vollständig berührungsfrei ist der Scan nicht: Die Scankamera wird in den Mund geführt und kann Lippen, Wange oder Zunge gelegentlich sanft berühren. Im Unterschied zum klassischen Abdruck wird der Mund jedoch nicht mit einem großen Löffel und aushärtender Masse ausgefüllt.
Abdruckfrei bedeutet bei uns also tatsächlich: keine Abdruckmasse, kein Abdrucklöffel und kein banges Warten, bis alles fest geworden ist.
Funktioniert der digitale Scan auch bei starkem Würgereiz?
Nach unserer Erfahrung: in aller Regel ja.
Gerade Patienten, die bei klassischen Abdrücken unter starkem Würgereiz leiden, kommen mit dem digitalen Scan meist sehr gut zurecht. Die Scankamera wird gezielt an den Zahnreihen entlanggeführt. Es gibt keinen großen Abdrucklöffel, keine Masse, die sich im Mund verteilt, und keine feste Abbindezeit, die unbedingt durchgehalten werden muss.
Sollte sich dennoch ein Würgereiz ankündigen, können wir den Scan jederzeit sofort unterbrechen. Die bereits erfassten Bereiche bleiben gespeichert. Sobald es wieder geht, setzen wir einfach an derselben Stelle fort.
In mehr als zehn Jahren digitaler Abformung gab es bei uns lediglich zwei Patienten, bei denen selbst ein Scan nicht möglich war. In beiden Fällen wurde der Würgereiz bereits durch Tätigkeiten ausgelöst, die normalerweise kaum Berührung im Mund erfordern – beispielsweise durch Fotografieren mit Abstand oder durch die Positionierung für eine Übersichts-Röntgenaufnahme.
Ein derart ausgeprägter Würgereiz geht über die rein mechanische Reaktion auf einen Abdrucklöffel hinaus und kann unter anderem durch Anspannung, Erwartung oder frühere belastende Erfahrungen verstärkt werden. In einer solchen Ausnahmesituation suchen wir gemeinsam und ohne Druck nach einem passenden Vorgehen.
Für die große Mehrheit unserer Patienten mit Würgereiz gilt jedoch:
Was mit einem klassischen Abdruck kaum vorstellbar war, funktioniert mit dem digitalen Scan erstaunlich unkompliziert.
Wofür verwenden wir den digitalen Scan?
Der digitale Scan ist für uns weit mehr als ein moderner Ersatz für den klassischen Abdruck. Er begleitet viele Behandlungen von der ersten Untersuchung bis zur fertigen Versorgung.
Zur Diagnostik
Das dreidimensionale Modell lässt sich am Bildschirm aus unterschiedlichen Richtungen und in starker Vergrößerung betrachten. Dadurch können wir unter anderem Zahnstellungen, Platzverhältnisse, Abrieb, Substanzverluste und die Form vorhandener Versorgungen beurteilen.
Der Scan ersetzt dabei weder die persönliche Untersuchung noch notwendige Röntgenaufnahmen. Er ergänzt diese Informationen jedoch um eine präzise dreidimensionale Ansicht der sichtbaren Zahn- und Mundsituation.
Zur Veranschaulichung im Beratungsgespräch
Auf dem Bildschirm können wir Ihnen zeigen, was wir sehen. Statt eine Situation nur mit Fachbegriffen zu beschreiben, betrachten wir Ihre Zähne gemeinsam im dreidimensionalen Modell.
Wir können das Modell drehen, vergrößern und einzelne Bereiche gezielt hervorheben. Dadurch werden Befunde und mögliche Behandlungsschritte verständlicher – und Sie können Entscheidungen auf einer anschaulichen Grundlage treffen.
Für Verlaufskontrollen
Ein digitaler Scan lässt sich dauerhaft speichern und später mit neuen Aufnahmen vergleichen. So können wir Veränderungen sichtbar machen, die sich im Alltag nur schwer erkennen lassen.
Dazu gehören beispielsweise Veränderungen der Zahnstellung, zunehmender Zahnabrieb, Substanzverluste oder Entwicklungen an Zähnen und Zahnfleisch. Statt uns allein auf die Erinnerung oder einzelne Fotos zu verlassen, können wir verschiedene Zeitpunkte dreidimensional miteinander vergleichen.
Für die Behandlungsplanung
Der Scan liefert die räumliche Grundlage für unsere digitale Planung. Je nach Behandlung verbinden wir ihn mit Fotografien, Röntgendaten, einer dreidimensionalen Röntgenaufnahme oder weiteren digitalen Informationen.
Auf dieser gemeinsamen Grundlage können wir Form, Funktion, Biss und Ästhetik bereits vor der eigentlichen Umsetzung sorgfältig planen.
Für die Herstellung Ihrer Versorgung
Immer wenn wir auf einem dreidimensionalen Modell arbeiten möchten, bildet der Scan die digitale Ausgangsbasis: vom einzelnen Inlay über Teilkronen, Kronen, Schienen und Langzeitprovisorien bis zur hochkomplexen implantatgetragenen Versorgung beider Kiefer.
Die Dimension der Behandlung kann sehr unterschiedlich sein. Das Prinzip bleibt dasselbe: Wir erfassen die Ausgangssituation präzise, planen digital und kontrollieren jeden weiteren Schritt auf dieser Grundlage.
Vom einzelnen Zahn bis zur vollständigen Versorgung beider Kiefer beginnt präzise digitale Zahnmedizin bei uns mit einem Scan.
Was sieht der Zahnarzt im Scan, was vorher nicht sichtbar war?
Erstaunlich viel – vor allem über die Funktion Ihrer Zähne.
Bei der normalen Untersuchung sehen wir immer nur einen begrenzten Ausschnitt. Zunge, Wangen, Speichel und die räumliche Enge des Mundes erschweren den Überblick. Das digitale Modell können wir dagegen frei drehen, stark vergrößern und aus Perspektiven betrachten, die im Mund nicht zugänglich sind.
Besonders aufschlussreich sind die Spuren, die das tägliche Kauen und Knirschen hinterlassen hat. Abrasionsflächen zeigen uns, an welchen Stellen Zahnsubstanz verloren gegangen ist und welche Zähne besonders belastet werden. Häufig lassen sich dabei regelrechte Bewegungsmuster erkennen.
Auch weitere funktionelle Veränderungen werden deutlicher:
- verlängerte Zähne, die sich aufgrund eines fehlenden Gegenspielers aus ihrer ursprünglichen Position bewegt haben
- gekippte oder verschobene Zähne
ungleichmäßige Kontakte zwischen Ober- und Unterkiefer - fehlender Platz für eine geplante Versorgung
- mögliche Hindernisse beim Zusammenbeißen und bei Bewegungen des Unterkiefers
- Veränderungen der Bisshöhe durch Abrieb oder Zahnverlust
- Form, Ausdehnung und Zustand vorhandener Füllungen, Kronen und anderer Versorgungen
Durch die digitale Erfassung des Zusammenbisses können wir Ober- und Unterkiefer am Bildschirm einander zuordnen. Die Software stellt Kontaktbereiche farblich dar und hilft uns zu beurteilen, wo Zähne früh, stark oder möglicherweise ungünstig aufeinandertreffen.
Der Scan ersetzt dabei weder die klinische Funktionsuntersuchung noch ein notwendiges Röntgenbild. Er kann nicht in einen Zahn oder unter das Zahnfleisch sehen. Aber er zeigt uns die sichtbaren Zahnoberflächen und ihr räumliches Zusammenspiel auf eine völlig neue Weise.
So wird aus vielen kleinen Einzelbeobachtungen ein verständliches Gesamtbild: Wir sehen nicht nur, wie Ihre Zähne aussehen, sondern wesentlich genauer, wie sie miteinander funktionieren.
Wie lange dauert ein digitaler Zahnscan?
Das hängt davon ab, wie viele Zähne und welche Bereiche wir erfassen müssen. Der Scan eines vollständigen Kiefers gelingt innerhalb von etwa einer Minute. Für beide Kiefer einschließlich der digitalen Erfassung des Zusammenbisses benötigen wir in der Regel ein bis zwei Minuten.
Umfangreiche Implantatversorgungen oder besondere klinische Situationen können etwas mehr Zeit erfordern.
Entscheidend ist jedoch nicht nur die kurze Aufnahmezeit: Wir können die Qualität unmittelbar am Bildschirm kontrollieren. Sollte an einer kleinen Stelle noch eine Information fehlen, scannen wir gezielt nur diesen Bereich nach. Der gesamte Vorgang muss nicht wiederholt werden.
Und falls Sie zwischendurch den Mund schließen, schlucken oder kurz durchatmen möchten, ist das jederzeit möglich. Der bisherige Scan bleibt erhalten und wird anschließend einfach fortgesetzt.
Ist der digitale Zahnscan schmerzfrei und ohne Röntgenstrahlung?
Ja. Der digitale Zahnscan arbeitet mit Licht und optischer Messtechnik. Dabei entsteht keine Röntgenstrahlung.
Die Scankamera wird kontrolliert an den Zahnreihen entlanggeführt. Sie kann die Zähne, Lippen, Wangen oder Zunge gelegentlich sanft berühren, verursacht aber keine Schmerzen. Es wird nichts abgeschliffen, keine Spritze benötigt und keine Abdruckmasse in den Mund eingebracht.
Auch für Schwangere und Kinder ist der rein optische Scan grundsätzlich unbedenklich. Ob und welche weiteren Untersuchungen im individuellen Fall erforderlich sind, entscheiden wir davon unabhängig.
Der Scan ist schnell, schmerzfrei und strahlungsfrei – und liefert uns dennoch ein präzises dreidimensionales Modell Ihrer Zähne.